Zwischenmiete: Berlinbalkon.
Pandoria ist vorübergehend umgezogen. Sie wohnt jetzt in Berlin. Zumindest im August. Den Blog hat sie natürlich mitgenommen. Er heißt jetzt nur anders. Zumindest im August.
Hier geht's zum "berlinbalkon".
Montag, 7. August 2006
Dienstag, 1. August 2006
Kleen heißt jetzt Bondorf!
Soeben erreicht mich folgende Nachricht: Meine Freundin Tini, Lesern dieses Blögchens auch bekannt als treu und beinahe einzig kommentierende und höchst lesenswert bloggende “tinifeliz“, hat im Zuge ihrer kürzlichen VERMÄHLUNG ihren Zunamen geändert! Hierauf einen dreifachen Tusch! - -
=> Kleen heißt jetzt Bondorf. Sonst ändert sich ...
... das Klingelschild
... das Assoziationsfeld (Immer dachte ich: Welch hübscher Kontrast zwischen der Hochgewachsenheit ihrer Gestalt bzw. ihres Geistes und ihrem Familiennamen „Kleen“! Was nicht heißen soll, dass „Bondorf“ nicht ebenfalls ganz wunderbare Gedankenspiralen in Gang setzt. Diese Mischung aus aristokratischer Frankophilie und ruraler Bodenständigkeit... Sogleich puzzelt sich ein Bild von im Weizenfeld tafelnden französischen Intellektuellen zusammen, die sich gegenseitig kleine Würfel weichen Camemberts – „très, très bon!“ in den Mund stecken, während im Hintergrund das kleine Dorf langsam im Schlaf versinkt)
... die E-Mailadresse, zumindest die bei der Arbeit
... das akustische Schmankerl der Alliteration in den Initialien (KB hat dafür irgendwie was von Haute Couture...)
... der Grad der Seriosität (Im Direktvergleich „Kleen“-„Bondorf“ schneidet Bondorf eindeutig besser ab, was klangliche Ernsthaftigkeit angeht. Aber hoffentlich nur klangliche!)
... und sicher noch viel, viel mehr.
Es freut sich mit Bondorfs diebisch und tanzt um den Tisch:
Pandorijani
Soeben erreicht mich folgende Nachricht: Meine Freundin Tini, Lesern dieses Blögchens auch bekannt als treu und beinahe einzig kommentierende und höchst lesenswert bloggende “tinifeliz“, hat im Zuge ihrer kürzlichen VERMÄHLUNG ihren Zunamen geändert! Hierauf einen dreifachen Tusch! - -
=> Kleen heißt jetzt Bondorf. Sonst ändert sich ...
... das Klingelschild
... das Assoziationsfeld (Immer dachte ich: Welch hübscher Kontrast zwischen der Hochgewachsenheit ihrer Gestalt bzw. ihres Geistes und ihrem Familiennamen „Kleen“! Was nicht heißen soll, dass „Bondorf“ nicht ebenfalls ganz wunderbare Gedankenspiralen in Gang setzt. Diese Mischung aus aristokratischer Frankophilie und ruraler Bodenständigkeit... Sogleich puzzelt sich ein Bild von im Weizenfeld tafelnden französischen Intellektuellen zusammen, die sich gegenseitig kleine Würfel weichen Camemberts – „très, très bon!“ in den Mund stecken, während im Hintergrund das kleine Dorf langsam im Schlaf versinkt)
... die E-Mailadresse, zumindest die bei der Arbeit
... das akustische Schmankerl der Alliteration in den Initialien (KB hat dafür irgendwie was von Haute Couture...)
... der Grad der Seriosität (Im Direktvergleich „Kleen“-„Bondorf“ schneidet Bondorf eindeutig besser ab, was klangliche Ernsthaftigkeit angeht. Aber hoffentlich nur klangliche!)
... und sicher noch viel, viel mehr.
Es freut sich mit Bondorfs diebisch und tanzt um den Tisch:
Pandorijani
Mittwoch, 26. Juli 2006
Perlentauchers Eleganz.
Viele Jahre schon bin ich Fan des Perlentaucher. Für den, der will (und ich will!), durchkämmen seine Mannen und Frauen täglich die großen Feuilletons auf der Suche nach Absonderlichem, Wunderbarem oder auch Lachhaftem. Die schönsten Perlen werden dann im Newsletter zutage gefördert. Die Kunst des Perlentaucher besteht neben der Auswahl vor allem in der frech komprimierten Kompilation des Gesichteten.
Heute klingt das z.B. so:
"Die Welt staunt über die vollendete Künstlichkeit der Christiane Schäfer. In der NZZ erzählt der Islamwissenschaftler Maurus Reinkowski die Geschichte des Libanon. Der Tagesspiegel erklärt, warum ein Unternehmen, das täglich fünf Millionen Menschen transportiert, keine Ausstellung über vergangene Höchstleistungen möchte. FAZ und SZ liegen Johnny Depp zu Füßen."
Der Tagesspiegel erklärt, warum ein Unternehmen, das täglich fünf Millionen Menschen transportiert, keine Ausstellung über vergangene Höchstleistungen möchte. !!!. An solch beißender Diskretion sollte man sich ein Beispiel nehmen. Ach, Eleganz kann so vernichtend sein...
Viele Jahre schon bin ich Fan des Perlentaucher. Für den, der will (und ich will!), durchkämmen seine Mannen und Frauen täglich die großen Feuilletons auf der Suche nach Absonderlichem, Wunderbarem oder auch Lachhaftem. Die schönsten Perlen werden dann im Newsletter zutage gefördert. Die Kunst des Perlentaucher besteht neben der Auswahl vor allem in der frech komprimierten Kompilation des Gesichteten.
Heute klingt das z.B. so:
"Die Welt staunt über die vollendete Künstlichkeit der Christiane Schäfer. In der NZZ erzählt der Islamwissenschaftler Maurus Reinkowski die Geschichte des Libanon. Der Tagesspiegel erklärt, warum ein Unternehmen, das täglich fünf Millionen Menschen transportiert, keine Ausstellung über vergangene Höchstleistungen möchte. FAZ und SZ liegen Johnny Depp zu Füßen."
Der Tagesspiegel erklärt, warum ein Unternehmen, das täglich fünf Millionen Menschen transportiert, keine Ausstellung über vergangene Höchstleistungen möchte. !!!. An solch beißender Diskretion sollte man sich ein Beispiel nehmen. Ach, Eleganz kann so vernichtend sein...
Donnerstag, 20. Juli 2006
Nasiehschesscho.
Comprendre, c’est distinguer, sagt Descartes. (Ja, DER Descartes. René Descartes. 1596 bis 1650.) Verstehen heißt unterscheiden.

Diese einfache Formel erklärt, warum z.B. Leute, die nuscheln, es schwer haben im Leben, weil man ihre Wörter nicht voneinander UNTERSCHEIDEN, ihre Rede also nicht VERSTEHEN kann. Es sei denn, das Gegenüber legt genauso wenig Wert auf Wortgrenzen und die beiden verstehen sich in entgrenzter Eintracht. Das dürfte aber die Ausnahme sein.
Unsere ausländischen WM-Gäste hier in Karlsruhe trugen die Bürde des Badischen jedenfalls mit großer Würde. Wie jener Gast von der sagen wir Elfenbeinküste, der sich offenbar vom Plakat zur Schmetterlingsausstellung im Naturkundemuseum angezogen fühlte und nun von einem einheimischen Passanten wissen wollte, wie man dorthin kommt.
„Damusch alsgradaus unna vorn linksnai, nasiehschesscho.“
„Nasiehschesscho?“ fragt der Elfenbeinküstler höflich.
„Ja, ja, alsgradaus.“
„Alsgradaus?“ Der Elfenbeinküstler ist verunsichert – na was denn nun? Wird er auf Elfenbeinküstlerisch denken. Sagen tut er aber nichts. Wie auch! Das fliehende Wedeln der Hand des deutschen Freundes, in dessen Welt er zu Gast ist, weiß der Elfenbeinküstler zum Glück richtig zu deuten und geht eine Weile geradeaus. So lange, bis es ihm geraten scheint, doch besser noch mal jemanden zu fragen.
„Na vorn linksnai, nasiehschesscho“, lautet die Antwort.
„NASIEHSCHESSCHO!“ freut sich der Elfenbeinküstler, und mit den Schweißperlen tropft auch das letzte Restchen Unverstand von seiner Stirn. Erleichterung und Glückseligkeit stehen ihm ins Gesicht geschrieben. Schnurstraks geht er auf das NATURKUNDEMUSEUM zu. Seine Laune könnte besser nicht sein. Hat er doch schon wieder eine neue Vokabel von den netten Deutschen gelernt.
Offenbar hatte unser ausländischer Gast verstanden ohne zu unterscheiden. Und so Descartes ein Schnippchen geschlagen.
Comprendre, c’est distinguer, sagt Descartes. (Ja, DER Descartes. René Descartes. 1596 bis 1650.) Verstehen heißt unterscheiden.

Diese einfache Formel erklärt, warum z.B. Leute, die nuscheln, es schwer haben im Leben, weil man ihre Wörter nicht voneinander UNTERSCHEIDEN, ihre Rede also nicht VERSTEHEN kann. Es sei denn, das Gegenüber legt genauso wenig Wert auf Wortgrenzen und die beiden verstehen sich in entgrenzter Eintracht. Das dürfte aber die Ausnahme sein.
Unsere ausländischen WM-Gäste hier in Karlsruhe trugen die Bürde des Badischen jedenfalls mit großer Würde. Wie jener Gast von der sagen wir Elfenbeinküste, der sich offenbar vom Plakat zur Schmetterlingsausstellung im Naturkundemuseum angezogen fühlte und nun von einem einheimischen Passanten wissen wollte, wie man dorthin kommt.
„Damusch alsgradaus unna vorn linksnai, nasiehschesscho.“
„Nasiehschesscho?“ fragt der Elfenbeinküstler höflich.
„Ja, ja, alsgradaus.“
„Alsgradaus?“ Der Elfenbeinküstler ist verunsichert – na was denn nun? Wird er auf Elfenbeinküstlerisch denken. Sagen tut er aber nichts. Wie auch! Das fliehende Wedeln der Hand des deutschen Freundes, in dessen Welt er zu Gast ist, weiß der Elfenbeinküstler zum Glück richtig zu deuten und geht eine Weile geradeaus. So lange, bis es ihm geraten scheint, doch besser noch mal jemanden zu fragen.
„Na vorn linksnai, nasiehschesscho“, lautet die Antwort.
„NASIEHSCHESSCHO!“ freut sich der Elfenbeinküstler, und mit den Schweißperlen tropft auch das letzte Restchen Unverstand von seiner Stirn. Erleichterung und Glückseligkeit stehen ihm ins Gesicht geschrieben. Schnurstraks geht er auf das NATURKUNDEMUSEUM zu. Seine Laune könnte besser nicht sein. Hat er doch schon wieder eine neue Vokabel von den netten Deutschen gelernt.
Offenbar hatte unser ausländischer Gast verstanden ohne zu unterscheiden. Und so Descartes ein Schnippchen geschlagen.
Dienstag, 18. Juli 2006
Weißes Rauschen.
„Erneut haben die Gespräche zwischen dem Marburger Bund und den kommunalen Arbeitgeberverbänden keine Annäherung in der Gehaltsfrage gebracht. Nun droht eine Ausweitung der Streiks an Kreiskrankenhäusern und städtischen Kliniken“, liest man in der Süddeutschen oder sonst wo. Und denkt sich einmal mehr: Jawoll! Jawoll! Jawoll! (Und sieht großzügig davon ab, dass das eigentlich dreimal mehr waren.)
Aber Zahlen sind hier sowieso nur Schall und Rauch. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein junger Assistenzarzt nach 23 Stunden Dienst auch in der 24. noch klaren Sinnes über Leben und Tod entscheiden soll, wenn der 102. Befund grau in grau vor seinen Augen verschwimmt – für 2,50 Euro die Stunde?
Auch das Städtische Klinikum Karlsruhe hat gestreikt. Bereits am 13. Juli. N. (Buchstabe von der Redaktion geändert), 30, Radiologe ebenda, sagt, er finde es scheiße, dass es in der ganzen Diskussion immer nur ums Geld gehe. "Ich will leben", sagt er. Doch die Klinikleitung findet offenbar, dass ihre Ärzte dazu da sind, Leben zu retten. Von selber leben war nie die Rede.
Die Quadratur des Dreiecks: Was würde Hippokrates dazu sagen?
„Erneut haben die Gespräche zwischen dem Marburger Bund und den kommunalen Arbeitgeberverbänden keine Annäherung in der Gehaltsfrage gebracht. Nun droht eine Ausweitung der Streiks an Kreiskrankenhäusern und städtischen Kliniken“, liest man in der Süddeutschen oder sonst wo. Und denkt sich einmal mehr: Jawoll! Jawoll! Jawoll! (Und sieht großzügig davon ab, dass das eigentlich dreimal mehr waren.)Aber Zahlen sind hier sowieso nur Schall und Rauch. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein junger Assistenzarzt nach 23 Stunden Dienst auch in der 24. noch klaren Sinnes über Leben und Tod entscheiden soll, wenn der 102. Befund grau in grau vor seinen Augen verschwimmt – für 2,50 Euro die Stunde?
Auch das Städtische Klinikum Karlsruhe hat gestreikt. Bereits am 13. Juli. N. (Buchstabe von der Redaktion geändert), 30, Radiologe ebenda, sagt, er finde es scheiße, dass es in der ganzen Diskussion immer nur ums Geld gehe. "Ich will leben", sagt er. Doch die Klinikleitung findet offenbar, dass ihre Ärzte dazu da sind, Leben zu retten. Von selber leben war nie die Rede.
Die Quadratur des Dreiecks: Was würde Hippokrates dazu sagen?
Freitag, 14. Juli 2006
Egoshooter.
Die WM geht DOCH weiter! Sie sucht sich lediglich neue Formen. Zum Beispiel so eine: Zidanes Kopfstoß als Computerspiel
Die WM geht DOCH weiter! Sie sucht sich lediglich neue Formen. Zum Beispiel so eine: Zidanes Kopfstoß als Computerspiel
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